Sonntag, 15. März 2009

Irreführende Beschreibung

Artikel: Ben X

Ich schreibe kein Urteil über den Film, da sich das jeder selbst bilden soll, allerdings möchte ich auf die irreführende Beschreibung sowohl auf dem DVD-Rücken, als auch im Trailer hinweisen. Hier geht es nicht - wie die offiziellen Beschreibungen glauben lassen - vordergründig um einen Computerspieler, sondern um einen Autisten. Was also scheint, wie die Geschichte eines sonderbaren Rollenspielers, stellt sich als Geschichte eines kranken Jungen herraus, was meiner Meinung nach ein zu krasser Unterschied ist, um die irreführenden Informationen zu rechtfertigen. Ich für meinen Teil hätte den Film jedenfalls mehr genießen können, hätte ich ihn nicht mit den falschen Vorstellungen im Kopf gesehen.

Fazit: Film gelungen. Beschreibung leider total missglückt!

Perfekt!

Artikel: Die Bücher der Wahrheit

Ich lese grundsätzlich relativ wenig, weil es einfach nicht viele Bücher schaffen, mich erstens überhaupt zu fesseln und zweitens mich in ihrem Bann zu halten. Hier trafen schon die ersten Seiten der Bücher der Wahrheit voll meinen Geschmack und machten mich neugierig auf mehr.

Die Charaktere sind menschlich und man freundet sich sofort mit ihnen an. So bringt sich Alissa mehr als ein Mal durch ihre sture Art in Schwierigkeiten, um aber immer wieder durch Strell gerettet zu werden. :-) Auch das Namensgewirr aus manch anderem Buch existiert nicht, weil sich die Autorin erstmal auf wenige Personen beschränkt und erst nach und nach weitere dazu kommen lässt.

Der Schreibstil ist klar aber phantasievoll. Man schweift nicht von der Geschichte ab und so gut wie jede scheinbar unwichtige Information bekommt spätestens im vierten Buch eine Bedeutung. Die Autorin schafft es einfach, einen von Anfang bis Ende in ihren "Bann" zu legen und keine Langeweile aufkommen zu lassen. :-) Ein weiterer grosser Pluspunkt sind meiner Meinung nach die wenigen Wiederholungen am Anfang eines jeden Buches. Es gibt sie zwar, aber sie halten sich sehr in Grenzen, so dass man sich voll und ganz der weiteren Geschichte widmen kann.

Auch inhaltlich überzeugt die Autorin voll und ganz. Sowohl die Art und Weise der Magie, als auch die Nutzung eigener Begriffe (Raku, Asche) geben der Geschichte eine ganz aussergewöhnliche Seite und verstärken die gemalten Bilder. ...und im Gegensatz zu Manch anderem Buch ist Magie hier noch Arbeit und will schwer erlernt werden. Am Ende ist klar, dass man sogar riesige Machtverhältnisse wenden und unmöglich Geglaubtes möglich machen kann, wenn man über seinen Horizont hinaus denkt und fühlt. ...und sogar der Spaß kommt - schon alleine durch die Eigenheiten der Charaktere - nicht zu kurz.

Meine beiden grössten Pluspunkte sind:
Die Charaktere, die in ihren Eigenschaften wunderbar ineinander spielen und ein phantastisches Gesamtbild abgeben.
Die Verknüpfungen. Dinge, die irgendwann mal nebenbei erwähnt wurden, bekommen später einen Sinn und das gerade so verwoben, dass man sich selbst nicht verstrickt (sondern nur des öfteren "Aha-Effekte" hat), sich aber fragt, wie jemand beim Schreiben den Überblick behalten konnte. :-)

Fast das Wichtigste bei einem Buch ist für mich das Ende. Wenn bei einer guten Geschichte das Ende nicht passt, versaut mir das meist das ganze Buch. Zudem bin ich mehr der Typ für Happy-Ends. Auch in dem Punkt befriedigt die Wahrheit-Reihe. Das Ende ist sehr schön und passt wunderbar zum Rest der Geschichte. Ich bin vollkommen zufrieden!

Fazit:
Absoluter Suchtfaktor!! Ich habe jedes der Bücher in ein bis zwei Tagen durch gelesen und zum Glück spät genug angefangen, dass ich alle vier Bücher (mit gaaanz kleiner Pause) am Stück lesen konnte. Zu Pausen während des Lesens zur Nahrungsaufnahme und Abgabe musste ich mich regelrecht zwingen, weil ich einfach wissen wollte, wies weiter geht...und das sofort! :-)

Ich werde die Bücher sicher noch mehrfach lesen und kann sie nur jedem empfehlen!